LänderKonferenz Medienbildung
   
Unsere Aufgabenfelder:
 
   

Landesmedienzentren und Landesbildstellen verstehen sich als Partner im Verbund mit den kommunalen Medienzentren/Bildstellen und dem länderübergreifenden Medieninstitut FWU. Ihre Aufgaben definieren sich vor diesem Hintergrund sowohl in komplementärer Funktion zu ihren kommunalen Einrichtungen als auch in eigenständiger Aufgabenwahrnehmung in ihrem jeweils eigenen regionalen Bezug, entweder im direkten Auftrag der Länder, als Teile selbständiger Landesinstitute oder auch im direkten Auftrag oberer Kommunalverbände.

Die LKM ist der Nachfolger der früheren AGL (Arbeitsgemeinschaft der Landesbildstellenleiter Deutschlands).


Informationsmanagement als Navigationshilfe

Pädagogisch-didaktische und technische Beratung

Komplementäre Versorgung der Bildungs- und Kultureinrichtungen mit Medien

Technische Betreuung von lokalen Netzwerken

Flächendeckende Fachkompetenz im Verbund

Mitwirkung bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung

Steigerung der Qualitätsanforderungen

Kooperation mit Partnereinrichtungen im Bildungs- und Kulturbereich

Erschließung von weiteren neuen Ziel- und Adressatengruppen

   
Informationsmanagement als Navigationshilfe  
   

Anfang

Aus der unübersehbaren Fülle vorhandener Informationen filtern die Landesmedienzentren/ Landesbildstellen diejenigen heraus, die für die Arbeit in den Bildungs- und Kultureinrichtungen von Bedeutung sind, bewerten sie und stellen sie sowohl offline, das heißt in Print-Form, als auch online bereit. Dabei ist es erforderlich, in Abstimmung mit den jeweiligen landesspezifischen Besonderheiten eigene Informations- und Kommunikationsplattformen aufzubauen, die je nach Ausbaugrad mit der kommunalen Struktur direkt verknüpft sein müssen.
     
Pädagogisch-didaktische und technische Beratung  
   
Anfang

Die Landesmedienzentren/Landesbildstellen stehen bezogen auf ihre Beratungsdienste vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Bereitstellung der geforderten Fachkompetenzen verlangt eine zunehmende Spezialisierung und Differenzierung der Angebote. Dabei steht der Übergang von der funktionalen Bewältigung der Informations- und Kommunikationstechnologien zu ihrer didaktischen Integration in den Unterricht in weiten Teilen noch bevor. Die Beratungsdienste der Landesmedienzentren/Landesbildstellen sind daher qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln und zum Teil neu zu definieren. Da gleichzeitig weitgehend von den vorhandenen Ressourcen auszugehen ist, wird der notwendige Gestaltungsspielraum unter anderem geschaffen durch kritische Prüfung der bisherigen Angebotspalette, durch vielfältige Kooperationen mit geeigneten Institutionen und Firmen (z.B. Telekom, Hard- und Softwarefirmen, Landesanstalten für Kommunikation) und teilweise auch, besonders in speziellen technischen Bereichen, durch die verstärkte Zusammenarbeit mit freien Mitarbeitern.
     
Komplementäre Versorgung der Bildungs- und Kultureinrichtungen mit Medien  
   

Anfang

Die Medienbestände der Landesmedienzentren/ Landesbildstellen und der kommunalen Medienzentren sind in der Regel in landesweiten vernetzten Datenbanken erfasst. Auf sie stützt sich der in nahezu allen Bildstellen durch EDV unterstützte materiale Verleih von Medien. Telekommunikativ sind diesen seit Jahren eingeführten Systemen jedoch enge Grenzen gesetzt. Die künftige Versorgung mit Medien verlangt die Einführung neuer telekommunikationsfähiger Medien-Informationssysteme. Sie unterstützen den Lehrer bei der zunehmend schwieriger werdenden Auswahl von Medien durch die Möglichkeiten der Fernrecherche, der Fernbuchung, und durch die mittelfristige Ergänzung des materialen Verleihs durch die elektronische Distribution. Auf jeder dieser Ebenen ist künftig das Zusammenspiel unterschiedlicher Datenbanken und Datenströme erforderlich (z. B. Landesbildungsserver, regionaler Datenbestand des Medienzentrums, bundesweite Datenbank Bildungsmedien).
     
Technische Betreuung von lokalen Netzwerken  
   

Anfang

Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg und die Nachhaltigkeit der hohen Investitionen der Länder und Kommunen in die lokalen Bildungsnetze und in die Ausstattung der Schulen (und Schülern) mit leistungsfähigen Rechnern, ist der Aufbau eines gestaffelten Systems von Beratung und Fortbildung lokaler Betreuungskompetenz, ausgehend vom Netzberater in den Schulen über den Netztechniker an kommunalen Medienzentren/Bildstellen bis hin zum Netzspezialisten (Netzingenieur) möglicherweise in den Landesmedienzentren/Landesbildstellen.
     
Flächendeckende Fachkompetenz im Verbund  
   

Anfang

 

Die untrennbare Verknüpfung dieses technischen Supports mit didaktischen und , medienpädagogischen Vorgaben, sowie der fließende Übergang von technischer Beratung zu technischer und pädagogischer Fortbildung prädestiniert die vorhandene flächendeckende Struktur der bundesweiten Organisation der Medienzentren/Bildstellen zur Einrichtung einer solchen vernetzten Dienstleistung.
Durch die Zunahme und die Komplexität digitaler Medien, bei gleichzeitig starker Nutzung analoger Medien, kann die gesamte Palette der Fachkompetenz, vom Dia bis zur Homepage, zwar durch das Gesamtsystem abgedeckt, jedoch nicht an jedem/jeder kommunalen Medienzentrum/Bildstelle sachkundig bereitgestellt werden. Der Kompetenztransfer von den Landesmedienzentren/Landesbildstellen zu den kommunalen Medienzentren/Bildstellen gewinnt daher an Bedeutung. Gleichzeitig ist es notwendig, die speziellen Einzelkompetenzen der kommunalen Medienzentren/Bildstellen über nachbarschaftliche Kooperationen zu koordinieren. Der daraus resultierende Kompetenzverbund bietet flächendeckend und schulstandortnah Fachkompetenz in der gesamten Bandbreite der pädagogischen und technischen Medienarbeit. Das daraus entstehende Modell der wechselseitigen Kooperation zwischen Landesmedienzentren/Landesbildstellen und kommunalen Medienzentren/Bildstellen ist daher weder ein hierarchisches Stufenmodell mit den Attributen "oben" und "unten" noch ein "Nebeneinander" in einem Säulenmodell, sondern ganz entschieden ein "Miteinander" im Verbundmodell.
     
Mitwirkung bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung  
   

Anfang

Als Ergänzung zu den Angeboten der Hochschulen im Rahmen der Erstausbildung, der Zweiten Phase der Lehrerausbildung und der amtlichen Fortbildung bedarf es der fachspezifischen Durchführung von praxisorientierten, alle Medienarten umfassenden Qualifizierungsangeboten für die betreffenden Zielgruppen. Dabei obliegt den Landesmedienzentren/Landesbildstellen die Entwicklung und Erprobung beispielhafter Konzepte und die Qualifizierung der Multiplikatoren für die Durchführung dieser Angebote in Abstimmung mit den Landesinstituten und den Bezirksregierungen.
     
Steigerung der Qualitätsanforderungen  
   

Anfang

Bei gleichzeitiger Ausdehnung der Themenfelder steigen die Anforderungen an die inhaltliche und formale Gestaltung von Fortbildungen. Veranstaltungen mit hoher Akzeptanz sind ganz wesentliche Voraussetzung für die fachliche Glaubwürdigkeit der bundesweiten Organisation der Medienzentren/Bildstellen. Die Landesmedienzentren/Landesbildstellen sind daher gefordert, zur der weiteren Professionalisierung der Angebote beizutragen.
     
Kooperation mit Partnereinrichtungen im Bildungs- und Kulturbereich  
   

Anfang

Um ihre eigene Kompetenz zu sichern und um die Dienstleistungen den Entwicklungen in den Bildungs- und Kultureinrichtungen kontinuierlich und zeitnah anzupassen, müssen sich die Landesmedienzentren/Landesbildstellen mehr noch als die kommunalen Medienzentren/Bildstellen auf eine Vielzahl von Kooperationen mit Experten, Institutionen und Firmen einstellen, um den medialen Innovationsschub im Bildungsbereich flankierend zu stützen.
     
Erschließung von weiteren neuen Ziel- und Adressatengruppen  
   
Anfang

Mit der Dominanz der Medien in der Lebenswelt aller Bevölkerungsgruppen ergibt sich die Notwendigkeit zur Entwicklung von Medienkompetenzangeboten für alle Zielgruppen. Damit ist die traditionelle Ausrichtung des Systems der Medienzentren/Bildstellen auf den Hauptbereich "Schule" obsolet. Zu den traditionellen Angebotsformen für Lehrerinnen und Lehrer müssen somit neue Veranstaltungen für Multiplikatoren aus anderen Bildungs- und Kulturbereichen kommen. Punktuelle Angebote etwa auch für Sozialpädagogen/Sozialarbeiter oder Erzieher/innen sind hier nicht ausreichend, sondern müssen systematisch ausgebaut und flächendeckend in Kooperation mit anderen Anbietern ausgeweitet werden. Vergleichbare Angebote sollten sich an Multiplikatoren im Bereich der Erwachsenenbildung wenden. Bisher vernachlässigt, gleichwohl unverzichtbar ist die Verstärkung der Bemühungen bei der Zielgruppe der Lehrerinnen und Lehrer in der zweiten Ausbildungsphase. Schließlich fordern Pädagoginnen und Pädagogen aus der Praxis heraus verstärkte Unterstützung durch die Eltern. Hier kann nicht auf die individuelle Weiterbildung des einzelnen etwa in VHS-Kursen gesetzt werden. Systematische Angebote für Eltern gehören zu einem umfassenden öffentlichen Medienkompetenzangebot.
 

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